Die chinesische Regierung hat erklärt, dass sie mit den USA und Russland über ein mögliches Gipfeltreffen der drei Staatsoberhäupter beim APEC-Gipfel im Austausch stehe. Das geht aus einem Bericht des US-amerikanischen Nachrichtenportals Bloomberg hervor. Das Treffen der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft APEC findet am 18. und 19. November im südchinesischen Shenzhen statt.
Bereits zuvor hatten sowohl der russische Präsident Wladimir Putin als auch das US-amerikanische Staatsoberhaupt Donald Trump ihr Interesse an einem Treffen mit Chinas Präsidenten Xi Jinping im Rahmen des APEC-Gipfels bekundet. Mao Ning, Sprecherin des chinesischen Außenministeriums, deutete am Mittwoch an, ihre Regierung sei für eine derartige Begegnung offen.
Auf die Frage nach möglichen Plänen für ein derartiges Gipfeltreffen in Shenzhen erklärte Mao:
"China steht bezüglich eines möglichen Treffens der chinesischen, russischen und US-Staatsoberhäupter in Kontakt mit den zuständigen Parteien."
Bloomberg bezeichnet ein mögliches Treffen dieser Art als "Meilenstein" für Russland beim Aufbrechen seiner angeblichen internationalen Isolation, in der es sich seit Ausbruch des Ukrainekonflikts befinde. Das Medium bringt Xi darüber hinaus als möglichen Vermittler zwischen Russland und den USA ins Spiel. Bloomberg geht sogar so weit, Parallelen zur Konferenz von Jalta im Februar 1945 zu ziehen.
Bereits am Dienstag hatte sich der russische Verteidigungsminister Andrei Beloussow bei einem Arbeitsbesuch in China mit dem stellvertretenden Vorsitzenden der Zentralen Militärkommission des Landes, Generaloberst Zhang Shengmin, getroffen. Beloussow lobte den Zustand der bilateralen Beziehungen zwischen Russland und China und sprach von einem "beispiellos hohen Niveau" der strategischen Partnerschaft zwischen beiden Staaten.
Mehr zum Thema – Peskow: Dreiertreffen mit Trump und Xi möglich, aber noch nicht vereinbart