Syrien: Ex-Präsident Assad in Abwesenheit zum Tode verurteilt
Ein Gericht in Damaskus hat den früheren syrischen Präsidenten Baschar al-Assad am Dienstag in Abwesenheit zum Tode verurteilt. Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur "SANA" wurden ihm Verbrechen gegen die Menschlichkeit sowie Kriegsverbrechen zur Last gelegt. Die Vorwürfe stehen im Zusammenhang mit den regierungsfeindlichen Protesten im Jahr 2011 und dem anschließenden Bürgerkrieg.
Auch sein Bruder Maher al-Assad sowie sein Cousin Atef Nadschib wurden zum Tode verurteilt. Nadschib leitete unter Assad die politische Sicherheitsbehörde in der südlichen Provinz Daraa – und war bei der Urteilsverkündung anwesend. Vor dem Gerichtsgebäude in Damaskus versammelten sich Angehörige von Opfern und ehemalige Gefangene, die das Urteil feierten.