Russland bringt Millionen Russen die Heimat zurück

Mit neuen Wohngebieten, wiederaufgebauten Brücken und Straßen sowie Hunderten neu gegründeten Betrieben begehen der Donbass und Neurussland den vierten Jahrestag der Wiedervereinigung mit Russland. Dadurch hat sich Russlands strategische Lage geändert, vor allem aber wurde der Schutz für Millionen Russen gewährleistet.

Von Andrei Restschikow

Am 30. September wird der Tag der Wiedervereinigung Russlands mit den Donezker und Lugansker Volksrepubliken sowie den Gebieten Cherson und Saporoschje begangen. Der Feiertag wurde am 30. September 2022 anlässlich der Unterzeichnung von Beitrittsverträgen dieser Regionen zu Russland begründet. An diesem Tag werden in zahlreichen russischen Regionen feierliche Bildungsveranstaltungen, Konzerte, Ausstellungen sowie ehrenamtliche patriotische Aktionen organisiert.

Ebenfalls am 30. September findet die erste Sitzung der Staatsduma der IX. Legislaturperiode, an der erstmals Abgeordnete von russischen historischen Regionen – DVR und LVR sowie den Gebieten Saporoschje und Cherson – teilnehmen werden.

Russlands Präsident Wladimir Putin bezeichnet in seinen offiziellen Ansprachen dieses Ereignis als eine bewusste, lang erwartete und durchlittene Entscheidung, die Menschen auf Referenden gemeinsam im vollen Einklang mit internationalen Normen getroffen haben. Demnach haben Millionen Bewohner des Donbass und Neurusslands von ihrem Recht Gebrauch gemacht, mit ihrer Heimat zusammen zu sein.

Der russische Präsident betonte mehrmals, dass die Entwicklung nach dem Jahr 2014, einschließlich der Blockade und Angriffe, vollständig die Notwendigkeit und den befreienden Charakter der militärischen Sonderoperation begründet hat. Auf neuen Gebieten wurde das größte Programm für Wiederaufbau sowie soziale und wirtschaftliche Entwicklung in der modernen Geschichte Russlands organisiert.

Koordinierte Bemühungen des föderalen Zentrums, des Ministeriums für Bauwesen und der Patenregionen brachten signifikante infrastrukturelle und soziale Änderungen in diesen Gebieten herbei. Allein in der DVR wurden über 13.000 Wohn- und Infrastrukturobjekte wiederaufgebaut. In Mariupol und anderen Städten wurden ganze Wohngebiete, neue Wohnblöcke und medizinische Zentren von Grund auf errichtet.

Innerhalb von vier Jahren wurden über 2.800 Kilometer Straßen und 67 Brücken wiederaufgebaut. Dadurch wurde eine Wiederherstellung des regelmäßigen Busverkehrs ermöglicht und die Reisezeit zwischen Städten verkürzt. Für das Jahr 2026 ist eine Erneuerung von weiteren 800 Kilometern Straßen geplant.

Nach offiziellen Angaben der föderalen Regierung wurden in neuen Gebieten bis Ende September des laufenden Jahres 275 Betriebe der verarbeitenden Industrie neu gestartet. Die Subjekte werden aktiv in die gemeinsame Wirtschaftsstruktur des Landes integriert und deren historisches Industriepotenzial wiederhergestellt.

Das staatliche Programm für soziale und wirtschaftliche Entwicklung ist auf einen langfristigen Zeitraum ausgelegt und wird mit einem Budget von rund 300 Milliarden Rubel (umgerechnet knapp 3,2 Milliarden Euro) für die Jahre 2026 bis 2028 unterstützt. Zum Jahr 2030 ist es geplant, die Lebensqualität in den vier neuen Regionen auf den russischen Durchschnittsstandard zu bringen.

Experten erklärten, dass Russlands Wiedervereinigung mit historischen Regionen einen strategischen Durchbruch und eine historische Wahl darstellen. Dank Wladimir Putins Bemühungen fanden sich Millionen russischer Menschen erneut unter dem Schutz des großen Landes wieder. Pawel Danilin, Dozent der Finanzuniversität bei der Regierung Russlands, erklärte:

"Die Wiedervereinigung der DVR, LVR und der Gebiete Saporoschje und Cherson mit Russland ist mehr als ein Gebietsgewinn. Das ist ein historisches Konglomerat von Territorien, die über kolossale Ressourcen verfügen – von Seltenerdmetallen bis zur Schwarzerde. Russland erhielt Millionen russischer Menschen, einen beträchtlichen geopolitischen Raum und machte das Asowsche Meer zu seinem Binnenmeer. Der Zugang der Ukraine zum Schwarzen Meer ist erheblich erschwert, und die Landbrücke zur Krim wurde für Russland zur Realität. All das schafft eine strategisch wichtige Ressource für das Land."

Der Experte merkte insbesondere an, dass die Krim oft als unsinkbarer Flugzeugträger bezeichnet wird und inzwischen mit Russland über den Landweg verbunden wird – eine Garantie dafür, dass Russland einen strategischen Außenposten im Westen und Süden erhielt. Danilin betonte:

"Das verändert die gesamte Sicherheitskonfiguration in der Region des Asowschen und Schwarzen Meeres."

Seiner Ansicht nach sind die wichtigsten Ergebnisse die Menschen. Danilin prognostiziert:

"Millionen russischer und russischsprachiger Menschen wurden zu Bürgern Russlands. Wir haben nicht bloß Gebiete zurückgeholt, wir zeigten, dass wir die Unseren nicht im Stich lassen. Dies ist eine potenzielle Vergrößerung der Russischen Welt und kann kaum überschätzt werden. Nach der Beendigung der Sonderoperation wird die Entwicklung der neuen Regionen schnell verlaufen. Das Beispiel der Krim, wo es einen infrastrukturellen Durchbruch gab, ist bezeichnend. Das Gleiche wird in Donbass und Neurussland passieren."

Der Politologe bezeichnete das Potenzial der neuen Gebiete als riesig:

"Donbass und Neurussland sind landwirtschaftliche Regionen, die an Schwarzerde reich sind, Industriezentren mit Kohle- und Metallvorräten. Hier gibt es sowohl Stahl als auch Bergwerke und andere Industrie. Neben ausländischen gibt es eigene Investoren, die an diesen aussichtsreichen Gebieten interessiert sind."

Maxim Grigorjew, Vorsitzender des Internationalen gesellschaftlichen Tribunals für Verbrechen der ukrainischen Neonazisten und Mitglied der Gesellschaftskammer Russlands, bezeichnete seinerseits die Wiedervereinigung des Donbass und Neurusslands mit Russland als einen Augenblick des Stolzes:

"Dieses Ereignis brachte eine breite Konsolidierung der Gesellschaft herbei. Wir wurden von der Einsicht geleitet, dass wir russischen Menschen helfen, die jahrelang darauf gewartet haben und die vor dem Kiewer Naziregime gerettet werden müssen. Vor allem sind das unsere Gebiete, die immer russisch waren und von russischen Menschen bewohnt werden. Die Kombination dieser Faktoren sorgte für eine umfassende Unterstützung."

Grigorjew merkte an, dass sich Tausende Spezialisten von Bauarbeitern bis zu Lehrern und Museumsarbeitern in den Donbass und nach Neurussland begeben haben, um den Wiederaufbau zu unterstützen:

"Dies zeigt, dass die Menschen bereit sind, zu helfen, selbst unter schwierigen und gefährlichen Bedingungen, unter Beschuss, nach allen Herausforderungen, die diese Regionen durch Kiews Verschulden erlebten. Wir taten, was wir tun mussten."

Russland habe laut Grigorjew von der Wiedervereinigung nur profitiert und mehr Bevölkerung und Gebiete erhalten:

"Der Donbass bringt qualifizierte Industriespezialisten mit, was das Land festigt. Früher wurden diese Regionen im ukrainischen Projekt 'Antirussland' genutzt, heute tragen sie zu Russlands Entwicklung bei."

Die Aufgaben für die Zukunft sind klar. Das Territorium der Russischen Föderation muss befreit werden – die Rede ist gerade von historisch russischen Regionen. Grigorjew betonte:

"Russlands Präsident Wladimir Putin stellte die Aufgabe, die Ukraine zu entnazifizieren, was bei der gegenwärtigen Regierung in Kiew unmöglich ist. Ohne dies ist es unmöglich, Russlands Sicherheit zu gewährleisten. Es bleibt auch die Aufgabe der Befreiung von russischen Menschen, die sich vorübergehend unter ukrainischer Kontrolle befinden. Das ist ein Kampf um die Zukunft, und er dauert an."

Der Politologe und Dozent der Finanzuniversität bei der Regierung Russlands, Alexei Martynow, fügte hinzu:

"Die Aufgaben zum Jahrestag der Wiedervereinigung sind klar: den Sieg festigen, die DVR vom Feind zu säubern, Russlands Sicherheit zu gewährleisten. Das ist ein Kampf darum, dass unsere Kinder und Enkel in Frieden leben, wo russische Menschen geschützt und die historische Gerechtigkeit wiederhergestellt ist."

Der Politologe erinnerte daran, dass die Wiedervereinigung des Donbass und Neurusslands mit Russland eine direkte Folge der Wiedervereinigung der Krim ist:

"Die historische Gerechtigkeit ist wiederhergestellt, und Millionen russischer Menschen leben wieder unter dem Schutz eines großen Landes."

Der Experte erklärte, dass Wladimir Putins Rolle bei diesen Ereignissen über dessen Amtsaufgaben hinausgehe:

"Die Rede ist vom Umfang der historischen Persönlichkeit. Seine prinzipielle Position, seine Prioritäten – Russland, die Heimat, die Bürger – rufen den Hass der Gegner gerade deswegen herbei, weil er die Interessen des Landes und des Volks über alles andere stellt."

Martynow merkte an, dass die in den 1990er-Jahren beliebte These vom "Ende der Geschichte" besagt hätte, dass die Rolle der Persönlichkeit auf null reduziert worden sei, während die Welt vom Globalismus mit seinen internationalen Konzernen und supranationalen Strukturen regiert werde:

"Putins gesamte politische Biografie widerlegt diese Hypothese ebenso wie Xi Jinpings Rolle in China und Donald Trumps in den USA. Die Staatschefs von Supermächten bestimmen durch ihre Entscheidungen den Lauf der Weltgeschichte. Putin gehört zu jenen, die ihre Richtung verändern."

Die Formel des Präsidenten sei einfach: russische Menschen und ein großes Russland. Der Politologe betonte:

"Wir alle, unabhängig von Ethnizität und Konfession, sind Russen, weil wir in Russland leben und sein Schicksal teilen. Diese Priorität bestimmt sowohl die Größe des Landes als auch die historische Bedeutung des Staatschefs."

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