Europa

Estland ruft Kiew wegen Drohnenüberflügen zur Ordnung

Knapp eine Woche nach dem ersten in einer Serie von Vorfällen mit ukrainischen Drohnen im Luftraum über Estland hat das offizielle Tallinn reagiert. Außenminister Margus Tsahkna sagte im estnischen Fernsehen, er habe das ukrainische Präsidentenbüro daran erinnert, dass Estland seinen Luftraum niemandem für den Überflug von Drohnen geöffnet habe.
Estland ruft Kiew wegen Drohnenüberflügen zur OrdnungQuelle: RT

Nach den Vorfällen der letzten Tage, bei denen ukrainische Drohnen wiederholt über den Luftraum der baltischen Staaten (Estland, Lettland, Litauen) sowie Finnlands nach Russland eingedrungen sind und dabei einige auf dem Gebiet der genannten Länder abstürzten, hat erstmals eine der Regierungen auf diplomatischem Weg der Ukraine gegenüber reagiert.

Das estnische Außenministerium in Tallinn wies Kiew darauf hin, dass das Eindringen ukrainischer Drohnen in den estnischen Luftraum verhindert werden müsse. Außenminister Margus Tsahkna erinnerte daran, dass Estland seinen Luftraum niemandem für den Überflug von Drohnen geöffnet habe.

"Ich habe deutlich gemacht, dass es von größter Bedeutung ist, alle möglichen Maßnahmen zu ergreifen, um zu verhindern, dass ukrainische Drohnen in unseren Luftraum eindringen", zitiert am Mittwoch der Rundfunk- und Fernsehsender ERR den Minister.

Ende März drangen ukrainische Drohnen mehrmals in estnisches Hoheitsgebiet ein. Einer davon prallte am 25. März gegen den Schornstein eines Kraftwerks in Auvere, ein weiterer stürzte in der Nacht zum 31. März im Dorf Hammaste ab, etwa 30 Kilometer von der Grenze zu Russland entfernt. Dabei bestreitet Tallinn, Kiew die Nutzung seines Luftraums für den Flug von Drohnen gestattet zu haben. Einige Drohnenexperten gehen dagegen davon aus, dass die ukrainischen Drohnen, die mehrmals zwei Häfen im Leningrader Gebiet attackiert haben, möglicherweise sogar vom Territorium der baltischen Länder starten.

Auch in mehreren anderen Ländern der Region kam es im Zusammenhang mit den Drohnenvorfällen zu weiteren Meldungen. So waren in Finnland am 29. März zwei Fluggeräte abgestürzt. Eines davon wurde laut dem finnischen Verteidigungsministerium als ukrainischer Drohnentyp AN-196 identifiziert. Es sei nicht abgeschossen worden, da keine unmittelbare Bedrohung bestanden habe. Bereits am Abend des 30. März wurde zudem in Lettland Luftalarm ausgelöst. Damit reagierten die Behörden auf eine mögliche Bedrohungslage im Luftraum.

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