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Liveticker Ukraine-Krieg: Russland führt digitale Raketenstarts bei taktischen Atomübungen durch

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg: Russland führt digitale Raketenstarts bei taktischen Atomübungen durchQuelle: Sputnik © VERTEIDIGUNGSMINISTERIUM DER RUSSISCHEN FÖDERATION
  • 13.06.2024 16:47 Uhr

    16:47 Uhr

    Gouverneur meldet Verletzte nach Angriffen auf 30 Ortschaften in Gebiet Belgorod

    Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow veröffentlicht täglich auf Telegram Statistiken über Angriffe der ukrainischen Armee auf Ortschaften im russischen Grenzgebiet Belgorod.

    Aus dem heutigen Eintrag geht hervor, dass das ukrainische Militär in den vergangenen 24 Stunden 30 Ortschaften in sechs Kreisen angegriffen habe. Insgesamt habe das ukrainische Militär 169 Geschosse abgefeuert. Der Politiker berichtet außerdem über Angriffe mit insgesamt 32 Drohnen. Weitere zwei unbemannte Luftfahrzeuge seien von der Luftabwehr abgeschossen worden.

    Nach Angaben von Gladkow sei ein ziviler Einwohner der Siedlung Golowtschino verletzt worden. Er sei mit einer Beinverletzung in ein Krankenhaus in der Gebietshauptstadt Belgorod eingeliefert worden. Bei einer Artillerieattacke auf die Stadt Schebekino sei eine Zivilistin verletzt worden. Sie sei mit Splitterverletzungen an den Händen und Beinen sowie am Brustkorb in ein Krankenhaus in der Stadt Belgorod eingeliefert worden.

    Bei den Attacken seien insgesamt 33 Wohnhäuser, vier Mehrfamilienhäuser, ein Haus der Kultur, eine medizinische Einrichtung, ein Geschäft, ein Bauernhof, zwei Garagen, 23 Autos sowie mehrere Strom- und Gasleitungen beschädigt worden.

  • 16:24 Uhr

    Pistorius: Deutschland kann der Ukraine keine zusätzlichen Patriot-Systeme liefern

    Berlin hat zurzeit keine Möglichkeit, weitere Flugabwehrsysteme vom Typ Patriot zur Verfügung zu stellen. Dies kündigte Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius am Donnerstag bei der Ankunft zum Treffen der NATO-Verteidigungsminister in Brüssel an.

    "Wenn Deutschland drei zur Verfügung stellen kann, was immerhin ein Viertel unserer Gesamtkapazitäten dieses Systems bedeutet, dann werden andere sicherlich auch noch eins abgeben können."

    Seitens Deutschland gebe es keinen Spielraum für die Bereitstellung von mehr als dieser drei Systeme, betonte er. Andere NATO-Mitgliedstaaten sollten zusätzliche Systeme liefern, die nicht unbedingt Patriot-Systeme sein müssten.

    Am Dienstag hatte Pistorius bei einem Treffen mit Wladimir Selenskij bekanntgegeben, dass die Bundesregierung plane, weitere 100 Patriot-Raketen an die Ukraine zu liefern.

  • 15:44 Uhr

    Farle wirft Bundestag vor: Sie stehen auf der Seite derjenigen, die immer mehr Menschen umbringen

    Der fraktionslose Bundestagsabgeordnete Robert Farle hat in einer Rede im Bundestag die "Ukraine-Wiederaufbau-Konferenz", die am Montag und Dienstag in Berlin stattgefunden hatte, als "sinnlos" bezeichnet. Ein Wiederaufbau könne erst beginnen, wenn es einen Friedensschluss und einen Waffenstillstand gebe. Nicht nur die Ukraine, sondern auch Russland habe Sicherheitsinteressen, betonte der Politiker am Mittwoch. Den Beifall für den ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij am Montag im Bundestag bezeichnete er als "frenetisch". Wer applaudiere, habe "die Realität nicht verstanden". Die Ukraine sei ein korruptes Land, das hunderttausende Menschen in den Tod schicke.

    "Sie wollen jetzt noch mehr Geld in der Ukraine versenken und bei uns gehen die Leute teilweise Flaschenpfand sammeln."

    Das Video gibt es hier auf unserer Website zu sehen. 

  • 15:19 Uhr

    Ottawa schickt Kiew erste vier Schützenpanzerwagen

    Kanada liefert vier Schützenpanzerwagen von versprochenen 50, teilt der Verteidigungsminister Bill Blair auf dem Sozialnetzwerk X mit.

    Die ersten zehn Fahrzeuge, die Kanada liefert, seien gepanzerte Krankenwagen. Diese seien mit medizinischer Ausrüstung ausgestattet und sollen Verwundete behandeln und vom Schlachtfeld evakuieren.

    Die Lieferung wird aus den Mitteln der Militärhilfe in Höhe von rund 43,7 Millionen Euro finanziert, die Ottawa der Ukraine im September bereitgestellt hatte. 

    Diese Schützenpanzerwagen wurden in einem Werk von General Dynamics in London,  Ontario, hergestellt.

  • 14:49 Uhr

    Russische Luftabwehr schießt binnen 24 Stunden 33 Drohnen ab

    Das russische Verteidigungsministerium berichtet auf Telegram über erfolgreiche Artillerie-, Luft-, Drohnen- und Raketenattacken auf insgesamt 103 Orte mit Personal und Technik der ukrainischen Streitkräfte binnen der vergangenen 24 Stunden. In diesem Zeitraum habe die russische Luftabwehr 33 Drohnen und vier reaktive Geschosse vom Typ Vampire und HIMARS abgefangen.

    Nach Angaben der Militärbehörde in Moskau habe die Ukraine seit dem Beginn der Sonderoperation am 24. Februar 22 insgesamt 613 Flugzeuge, 276 Hubschrauber, 25.653 unbemannte Luftfahrzeuge, 528 Flugabwehrraketenkomplexe, 16.326 Kampfpanzer und andere Panzerfahrzeuge, 1.337 Mehrfachraketenwerfer sowie 10.393 Geschütze und Mörser verloren.

  • 14:11 Uhr

    Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums

    Russlands Verteidigungsministerium berichtet am Donnerstag auf Telegram über den weiteren Verlauf der militärischen Sonderoperation in der Ukraine. Demnach habe der Truppenverband Nord günstigere Positionen bezogen. Dabei seien in den vergangenen 24 Stunden Einheiten zweier ukrainischer Brigaden nahe der Orte Ternowaja, Woltschanskije Chutora, Tichoje und Woltschansk getroffen worden. Das russische Militär habe acht Gegenattacken zurückgeschlagen. Der Gegner habe bis zu 305 Kämpfer verloren. Fünf Wagen, eine Haubitze vom Typ M777, ein Geschütz vom Typ D-20 und ein Mehrfachraketenwerfer vom Typ Grad seien außer Gefecht gesetzt worden.

    Auch der Truppenverband West habe zuletzt seine Lage an der vordersten Linie verbessert, wobei er nahe den Ortschaften Krasny Liman, Torskoje und Kirowsk Personal und Technik zweier ukrainischer Brigaden getroffen habe. Die russische Militärbehörde beziffert die ukrainischen Personalverluste auf bis zu 450 Soldaten. Der Gegner habe darüber hinaus zwei Pick-ups, eine Panzerhaubitze vom Typ Krab, ein Geschütz vom Typ M777, ein Geschütz vom Typ D-20, eine Selbstfahrlafette vom Typ Gwosdika, eine Anlage zur radioelektronischen Kampfführung vom Typ Nota und zwei Munitionslager verloren.

    Der Truppenverband Süd habe ebenfalls seine taktischen Positionen verbessert und Einheiten dreier ukrainischer Brigaden nahe den Siedlungen Ostroje, Belaja Gora und Stenki getroffen. In den vergangenen 24 Stunden sei eine Gegenattacke der ukrainischen Streitkräfte gescheitert. Der Gegner habe bis zu 635 Kämpfer verloren. Getroffen worden seien zwei gepanzerte Gefechtsfahrzeuge, sechs Wagen, eine Haubitze vom Typ FH-70, zwei Geschütze vom Typ D-20 und zwei Haubitzen vom Typ D-30. Außerdem habe das russische Militär sieben ukrainische Munitionslager zerstört.

    Auch der Truppenverband Mitte habe seine Positionen an der vordersten Linie verbessert, indem er in den vergangenen 24 Stunden im Raum der Siedlungen Timofejewka, Jewgenowka, Rosowka, Nowgorodskoje und Karlowka Einheiten von vier gegnerischen Brigaden getroffen habe. Außerdem habe das russische Militär vier ukrainische Gegenangriffe zurückgeschlagen. Das Verteidigungsministerium in Moskau beziffert die Personalverluste der ukrainischen Streitkräfte auf bis zu 345 Angehörige. Ein Schützenpanzer vom Typ M113, ein Panzerfahrzeug vom Typ MaxxPro, ein Geschütz vom Typ M777, zwei Haubitzen vom Typ Msta-B, drei Geschütze vom Typ D-30 und ein Mehrfachraketenwerfer vom Typ Grad seien außer Gefecht gesetzt worden.

    Der Truppenverband Ost habe ebenfalls günstigere Stellungen bezogen und dabei Personal und Technik zweier ukrainischer Brigaden nahe der Ortschaften Neskutschnoje und Oktjabr getroffen. In den vergangenen 24 Stunden habe der Gegner bis zu 155 Soldaten verloren. Getroffen worden seien zwei Schützenpanzer, drei Wagen und eine Haubitze vom Typ M198.

    Der Truppenverband Dnjepr habe in den vergangenen 24 Stunden Einheiten dreier gegnerischer Brigaden in der Nähe der Siedlungen Mirnoje und Nowopokrowka getroffen. Die ukrainischen Personalverluste werden auf bis zu 100 Armeeangehörige beziffert. Bei den Kampfhandlungen seien drei Wagen, eine Panzerhaubitze vom Typ Krab, ein Geschütz vom Typ D-20, eine Haubitze vom Typ D-30 und eine Anlage zur radioelektronischen Kampfführung vom Typ Bukowel-AD außer Gefecht gesetzt worden.

  • 13:38 Uhr

    Orbán: Werden NATO nicht blockieren, uns aber aus dem Ukraine-Krieg heraushalten

    Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán hat bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg Garantien für eine Nichtbeteiligung am Krieg in der Ukraine erhalten. Im Gegenzug wird Ungarn den NATO-Einsatz zugunsten der Ukraine nicht behindern. In der Allianz gilt das Konsensprinzip, das im Gegensatz zum Einstimmigkeitsprinzip eine Enthaltung oder Nichtteilnahme an einer Abstimmung zulässt. 

    Das Video gibt es hier auf unserer Website zu sehen.

  • 13:04 Uhr

    Russische Fernsehjournalisten nahe Gorlowka verletzt

    Bei einer Attacke ukrainischer Soldaten auf die Volksrepublik Donezk sind drei Mitarbeiter des russischen Fernsehsenders NTV verletzt worden.

    Wie Iwan Prichodko, der Bürgermeister von Gorlowka, auf Telegram schreibt, seien die Journalisten in der Siedlung Golmowski am Stadtrand bei der Ausübung ihrer beruflichen Tätigkeiten schwer verletzt worden. Bei ihnen handele es sich um das Team um den Reporter Alexei Iwlejew. Die NTV-Mitarbeiter seien in ein Krankenhaus in Gorlowka eingeliefert worden.

    Der Fernsehsender bestätigt auf Telegram, dass der Reporter Alexei Iwlejew und der Kameramann Waleri Koschin verletzt worden seien. Bei einem dritten Verletzten handele es sich um einen begleitenden Offizier der russischen Streitkräfte. 

  • 12:32 Uhr

    Zwei Zivilisten im von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Saporoschje durch Beschuss aus Ukraine verletzt

    Gouverneur Jewgeni Balizki hat auf Telegram über einen Angriff auf die Siedlung Blagoweschtschenka im von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Saporoschje berichtet. Er schrieb von einem Terroranschlag der ukrainischen Streitkräfte. Dadurch seien zwei friedliche Einwohner verletzt worden. Man habe sie in ein Krankenhaus eingeliefert. Vor Ort seien Rettungsdienste im Einsatz. Man behebe die Folgen des Beschusses, hieß es. Weitere Einzelheiten teilte der Politiker nicht mit.

  • 12:05 Uhr

    China weist G7-Beschuldigungen über Beteiligung an Ukraine-Krieg zurück

    Nach Angaben der Nachrichtenagentur Bloomberg wollen die G7-Staaten bei ihrem Gipfel in Italien China stärker unter Druck setzen, damit das asiatische Land seine mutmaßliche Unterstützung für Russland im Ukraine-Krieg aufgibt.

    Ein Sprecher des Außenministeriums in Peking weist in einem Kommentar für das Medium solche Anschuldigungen gegen sein Land entschieden zurück.

    "Die G7 sollten die pragmatische Verantwortung übernehmen, um die Situation zu lindern und Bedingungen für eine politische Lösung der Krise schaffen, anstatt andere Länder, die keine Konfliktpartei sind, grundlos zu beschuldigen."

    Wie Bloomberg schreibt, könnten die G7-Staaten in ihrer Abschlusserklärung ihr Ziel bestätigen, die Abhängigkeit von China zu reduzieren. Außerdem wolle man vor "überflüssigen Kapazitäten" im Reicht der Mitte warnen, die angeblich negative Nebenwirkungen auf die Weltmärkte ausübten.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.