Liveticker Ukraine-Krieg: Selenskij will Putin Friedensvorschlag übermittelt haben

27.06.2026 11:03 Uhr
11:03 Uhr
Ein Toter und vier Verletzte bei ukrainischen Angriffen auf 46 Ortschaften im Gebiet Belgorod
Der Krisenstab des russischen Grenzgebiets Belgorod veröffentlicht jeden Tag auf Telegram Statistiken über ukrainische Angriffe auf Siedlungen in der Region. Aus dem heutigen Eintrag geht hervor, dass das ukrainische Militär in den vergangenen 24 Stunden 46 Ortschaften in neun Bezirken angegriffen habe. Der Gegner habe mindestens 17 Geschosse abgefeuert und 168 Drohnen eingesetzt, von denen 92 abgeschossen worden seien.
In der Statistik wird auch über Opfer unter der Zivilbevölkerung berichtet. Bei der Detonation einer Drohne sei ein Einwohner der Siedlung Ploskoje ums Leben gekommen. Eine Einwohnerin habe ein Barotrauma des Ohrs erlitten. In der Siedlung Nikolski sei ein 15 Jahre alter Junge verletzt worden, als in seiner Nähe eine Drohne detoniert sei. In der Siedlung Malomichailowka sei ein Lkw-Fahrer zu Schaden gekommen, als eine Drohne sein Fahrzeug attackiert habe. Bei der Attacke einer ukrainischen Drohne auf einen Betrieb in der Stadt Schebekino sei ein Zivilist schwer verletzt worden. Am Freitag habe zudem eine Frau eine medizinische Einrichtung aufgesucht, nachdem sie am 24. Juni infolge einer Drohnenattacke auf die Siedlung Nikolskoje ein Barotrauma des Ohrs erlitten habe. Auch ein Einwohner der Siedlung Krutoi Log habe ärztliche Hilfe aufgesucht, nachdem er am 25. Juni ein Explosionstrauma erlitten habe.
Der Krisenstab meldet zudem viele Sachschäden. Demnach seien in den letzten 24 Stunden ein Mehrfamilienhaus, 36 Einfamilienhäuser, eine Kirche, drei soziale Einrichtungen, drei Geschäfte, ein Verwaltungsgebäude, zwei Betriebsgebäude, drei Infrastrukturobjekte, fünf Gasleitungen, drei Lkw und 22 Autos zerstört oder beschädigt worden.
10:36 Uhr
Ukrainische Energieinfrastruktur in mehreren Gebieten getroffen
Die Ukraine wirft Russland neue Drohnen- und Raketenangriffe auf Energieanlagen in mehreren Gebieten vor. Der staatliche Öl- und Gaskonzern Naftogaz meldet Einschläge in seinen Infrastrukturen in den Gebieten Poltawa und Charkow. Auch im Gebiet Sumy soll es in der Nacht und am frühen Morgen mehrere Explosionen gegeben haben. Die örtlichen Behörden melden Schäden an Tankstellen. Es wird auch über Probleme mit der Stromversorgung berichtet. Betroffen ist auch die Gebietshauptstadt Sumy. Wegen eines massiven Stromausfalls kommt es dort auch zu Problemen mit der Wasserversorgung: In den oberen Stockwerken von Hochhäusern gibt es kein fließendes Wasser mehr.
10:08 Uhr
Beschuss auf Siedlungen im Gebiet Cherson: Knapp 40 Geschosse aus Ukraine abgefeuert
Die Behörden im von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Cherson melden andauernde Angriffe auf Siedlungen am linken Dnjepr-Ufer. Den Angaben zufolge habe die ukrainische Artillerie im Laufe des 26. Juni 23 Geschosse auf sechs Ortschaften abgefeuert. Die Zahl der eingeschlagenen Geschosse listen die Behörden wie folgt auf:
- Dnjeprjany — 3,
- Gornostajewka — 6,
- Aljoschki — 2,
- Kachowka — 4,
- Nowaja Kachowka — 4,
- Welikaja Lepeticha — 4.
Wie die Behörden weiter mitteilen, habe der Beschuss auch in der Nacht zum Samstag angedauert. Auf zivile Infrastrukturen der von Russland kontrollierten Ortschaften Nowaja Majatschka, Nowaja Kachowka, Kairy und Podstepnoje seien insgesamt 14 Geschosse abgefeuert worden.
Berichte über Opfer und Schäden liegen bislang nicht vor.
09:35 Uhr
RT DE-Exklusiv: Training für den Ernstfall – Drohnenabwehr nahe Moskau

Auf einem Übungsplatz nahe Moskau wurde die Ausbildung von Drohnenoperatoren des Freiwilligen-Verbands BARS-Moskau vorgeführt. RT DE-Korrespondent Georg Sadownitschij berichtet vom Übungsplatz und zeigt, wie die Trupps unter möglichst realistischen Bedingungen auf den Einsatz vorbereitet werden.
Im Fokus steht der Schutz der Hauptstadtregion vor feindlichen Drohnen: Die Kämpfer trainieren mit den Systemen Jolka und LIS-2 den gesamten Ablauf vom technischen Check am Boden bis zur Erkennung, Begleitung und Abfangübung in der Luft.
Die Reportage gibt es hier auf unserer Website zu sehen.
09:01 Uhr
Russische Luftabwehr zerstört in der Nacht 175 ukrainische Drohnen
Russlands Verteidigungsministerium berichtet am Samstagmorgen über weitere Versuche der ukrainischen Streitkräfte, Objekte in Russland mit unbemannten Luftfahrzeugen anzugreifen. Demnach habe die russische Luftabwehr im Zeitraum von 19 Uhr MESZ am Freitag bis 6 Uhr MESZ am Samstag 175 gegnerische Drohnen abgefangen. Die unbemannten Luftfahrzeuge seien demnach über den Gebieten Belgorod, Brjansk, Kaluga, Kursk, Orjol, Rostow, Smolensk und Tula, dem Großraum Moskau, der Teilrepublik Krim, der Region Krasnodar und über dem Schwarzen Meer zerstört worden. Weitere Einzelheiten teilt das Ministerium nicht mit.
08:32 Uhr
Zehn Verletzte durch ukrainische Attacke auf Produktionswerk in Wolgograd
In der vergangenen Nacht hat die russische Luftabwehr eine ukrainische Attacke auf das südrussische Gebiet Wolgograd zurückgeschlagen. Gouverneur Andrei Botscharow bezeichnet auf der Plattform Telegram den Luftangriff als terroristisch. Dabei meldet der Politiker Sachschäden an einem Werk in der Gebietshauptstadt Wolgograd. Zehn Menschen seien mit Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert worden. Sie seien aber außer Lebensgefahr. Am Ort des Geschehens sei es zu einzelnen Bränden gekommen, die umgehend gelöscht worden seien. Wohnhäuser seien nicht zu Schaden gekommen, teilt Botscharow mit.
08:04 Uhr
DVR meldet 25 ukrainische Angriffe binnen 24 Stunden
Die Behörden in Donezk haben innerhalb der vergangenen 24 Stunden 25 Angriffe durch ukrainische Truppen registriert. Demnach wurden auf das Territorium der Volksrepublik 25 Geschosse abgefeuert. Bei den Angriffen in der Zeitspanne von 0 Uhr am 26. Juni bis 0 Uhr am 27. Juni (Ortszeit) wurden drei zivile Einwohner verletzt. Durch den Beschuss kamen ein ziviles Infrastrukturobjekt sowie mehrere Lkw, Kommunalfahrzeuge und Autos zu Schaden.
Am Vortag hatten die Behörden von Donezk zehn Angriffe aus der Ukraine gemeldet. Dabei wurden keine Opfer unter der Zivilbevölkerung gemeldet. Zwei Wohnhäuser und zwei zivile Infrastrukturobjekte seien beschädigt worden.
07:30 Uhr
Selenskij will Putin Friedensvorschlag übermittelt haben
Die Ukraine hat nach Angaben von Präsident Wladimir Selenskij ihre Vorschläge für Verhandlungen und eine Friedenslösung an Russland übermittelt. In seiner auf der Plattform X veröffentlichten abendlichen Videobotschaft sagte der Politiker:
"Die Freunde von Putin haben von uns gehört, dass ein Treffen und ein Ende des Krieges möglich ist."
Nähere Details gab Selenskij nicht bekannt. Vor Kurzem hatte der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko über ein Treffen mit Abgesandten Selenskijs berichtet.
Selenskij lobte darüber hinaus in seiner Rede den jüngsten Austausch von Kriegsgefangenen. Er erwarte weitere Austausche, sagte der Ukrainer, und wiederholte auch die Forderung nach einem schnellen Kriegsende. Die Drohnenangriffe auf Ziele im russischen Hinterland bezeichnete Selenskij als gerechte Antwort auf den von Moskau entfachten Krieg.
Russia must get out of Ukraine with its war – we want no war. Ukraine has put forward proposals to our key partners, and Putin’s friends have also heard from us that a meeting is possible and that ending this war is possible. Russia must now take that step toward peace. pic.twitter.com/IZeXDAIqS5
— Volodymyr Zelenskyy / Володимир Зеленський (@ZelenskyyUa) June 26, 2026Zuletzt hatten Vertreter Russlands und der Ukraine im Februar unter US-Vermittlung in den Vereinigten Arabischen Emiraten über ein Kriegsende verhandelt. Ergebnisse wurden damals nicht bekannt. Als Folge des von US-Präsident Donald Trump befohlenen Iran-Kriegs fuhr das Weiße Haus seine Vermittlungsbemühungen im Ukraine-Krieg stark zurück.
26.06.2026 22:00 Uhr
22:00 Uhr
Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!
21:58 Uhr
Russische Truppen treffen Militärziele in der Ukraine
Russische Truppen haben Ziele im ukrainischen Gebiet Tschernigow mit Drohnen der Typen Geran-2 und Gerbera getroffen. Laut dem Verteidigungsministerium in Moskau wurden unter anderem eine Zapfstelle, die zum Tanken von Militärtechnik diente, und ein Speicher mit Militärausrüstung zerstört.
Außerdem setzte das russische Militär einen Stationierungsort der ukrainischen Streitkräfte im Gebiet Sumy, der am Vortag identifiziert worden war, in Brand, wie das Verteidigungsministerium mitteilte. Im Gebiet Schytomyr wurde ein Zug getroffen.
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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.
