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Medien: Iran erhielt Einladung zum Verteidigungspakt von Mekka

Saudi-Arabien, die Türkei und Pakistan haben offenbar Iran, der bislang als ihr regionaler Rivale galt, den Beitritt zu ihrem Dreierbündnis angeboten, das sie erst am 7. August in Mekka abgeschlossen hatten. Wenn Iran der Einladung folgt, könnte sich das größte Spannungsfeld im Mittleren Osten auflösen.
Medien: Iran erhielt Einladung zum Verteidigungspakt von MekkaQuelle: Gettyimages.ru © Morteza Nikoubazl/NurPhoto

TASS meldet am Sonntagabend, dass Iran der Beitritt zum Verteidigungspakt von Mekka angeboten wurde. Die Angelegenheit werde derzeit geprüft, zitiert die Nachrichtenagentur Mehdi Rahimi, Leiter der Nachrichtenagentur des iranischen Parlaments (Madschlis). Dieser hat die Nachricht im Gespräch mit dem Sender Al Mayadeen bekanntgegeben.

Das Abkommen von Mekka war am 7. August vom saudischen Kronprinzen, dem türkischen Präsidenten und dem pakistanischen Premierminister unterzeichnet worden. Es sieht vor, dass ein Angriff auf eines der Länder als Aggression gegen alle Mitglieder der Koalition gewertet wird.

In einem am 16. August 2026 veröffentlichten Interview mit dem katarischen Sender "Al Jazeera" hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan sich zu dem neuen Verteidigungsbündnis zwischen Pakistan, Saudi-Arabien und der Türkei geäußert. Das türkische Staatsoberhaupt erklärte, im sogenannten "Mekka-Abkommen" werde ein ähnliches Konzept wie im fünften Artikel der NATO auf die gemeinsame Verteidigung angewendet.

Sollte sich die Nachricht bewahrheiten und Iran tatsächlich dem Verteidigungsbündnis beitreten, wäre dies ein geopolitischer Wandel, der die gesamte Situation im Mittleren Osten und besonders in der Golfregion verändert würde. Bislang waren Politik und Bündnisse der arabischen Länder und der Türkei tendenziell gegen Iran gerichtet und grenzten Teheran aus.

Die Einbeziehung Irans in die Sicherheitsarchitektur der Region würde das größte Spannungsfeld mit dem größten Konfliktpotential im Mittleren Osten auflösen. Auch könnten Israel und die USA Iran nicht mehr angreifen ohne einen Konflikt mit seinen bisherigen Verbündeten im Mittleren Osten auszulösen. In einer erst kürzlich auf RT DE veröffentlichten Analyse ging der Autor noch davon aus, dass das Mekka-Abkommen sich sowohl gegen Iran als auch gegen Israel richtet.

Ein russischer Experte für Geopolitik hat angesichts des Beitrittsangebots an Iran eine Analogie dazu gezogen, dass die NATO Russland eine Mitgliedschaft anbieten würde.

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