Podoljaka: Versorgungswege der NATO bei einer Invasion in die Ukraine (und nach Russland)
Anders, als viele meinten, sei das eben keine leichte Aufgabe. Manche würden anscheinend glauben, dass man bloß die Brücken über die Flüsse zerstören müsse, doch "technisch ist das äußerst schwierig. Wir haben sowohl die Brücke bei Majaki als auch die Brücke bei Satoka bereits so oft angegriffen, dass die Zahl der Schläge kaum noch zu zählen ist. Dennoch erfüllen beide Brücken trotz zeitweiliger Unterbrechungen im Betrieb weiterhin ihre Funktion."
Andere wiederum glaubten, dass man bloß die Umspur-Stationen an den westlichen Grenzen der Ukraine zerstören müsse. Doch für den Güterverkehr spielten diese Stationen so gut wie keine Rolle, denn es sei "wesentlich einfacher, einen Zug auf russischer Breitspur neben einen Zug auf europäischer Normalspur zu stellen, und die Ladung einfach von einem Zug auf den anderen umzuladen", wie Bahnmitarbeiter mit entsprechender Erfahrung Podoljaka gegenüber bestätigt hätten.
Auch darüber hinaus gebe es einige Details zu beachten, wenn es um grenzüberschreitenden Güterverkehr gehe. Ein besonderes Augenmerk widmet der aus Sumy stammende Militäranalyst jedoch den "ingenieurtechnischen Voraussetzungen für eine mögliche künftige Invasion durch NATO-Truppen sowie für deren Versorgung", die in den 2000er Jahren entwickelt wurden und voll einsatzbereit sind.
Russland habe seinerseits keine derartigen Systeme entwickelt. Allein das spreche eine deutliche Sprache hinsichtlich der Frage, wer hier wo einmarschieren wolle, so Podoljaka. Denn "eine solche Infrastruktur ist ein sehr wichtiger Bestandteil der Kriegsvorbereitung."
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