
Arbeitsmarkt in Russland: Arbeitslosigkeit auf Tiefstand und Beschäftigung auf Höchststand

In Russland liegt die Arbeitslosigkeit auf einem historischen Tiefstand, während die Zahl der Erwerbstätigen auf einen Rekordwert gestiegen ist. Das teilte die russische Vize-Ministerpräsidentin Tatjana Golikowa am 14. Oktober 2026 mit. Unter Berufung auf die jüngsten Daten des Föderalen Statistikdienstes Rosstat erklärte sie:
"Nach den jüngsten Daten von Rosstat bleibt die Arbeitslosenquote auf einem Rekordtief – 2,2 Prozent nach der Methodik der Internationalen Arbeitsorganisation. Die Zahl der Erwerbstätigen hat ebenfalls Rekordwerte erreicht – das sind 74,6 Millionen Menschen."
Laut der Personalbedarfsprognose für die Wirtschaft braucht der russische Arbeitsmarkt bis 2032 rund 12 Millionen Arbeitskräfte, sowohl für neu entstehende Stellen als auch als Ersatz für Ausscheidende. Ein erheblicher Teil dieses Bedarfs entfällt nach Angaben der Vize-Regierungschefin auf Arbeiterberufe. Ohne ungelernte Kräfte und Führungskräfte handelt es sich bei 66 Prozent des Bedarfs um Beschäftigte mit Fachausbildung. Darunter sind demnach mehr als 240.000 Elektromechaniker und Monteure für elektrische Anlagen, knapp 150.000 Maschinenbediener und Einrichter für Metallbearbeitungsmaschinen sowie rund 140.000 Schweißer und Brennschneider. Hinzu kommen weitere Berufsgruppen.

Die hohe Nachfrage nach Arbeiterberufen belegen laut Golikowa auch die Stellenangebote, die Arbeitgeber veröffentlichen. Der Großteil der Angebote richtet sich an Arbeiter, ihre Zahl liegt bereits bei einer Million.
Mit Blick auf die demografische Entwicklung sei die Jugend die wichtigste Reserve des russischen Arbeitsmarkts, sagte die Vize-Ministerpräsidentin. Aufgabe des Staates sei es, junge Menschen dabei zu unterstützen, eine gefragte Spezialisierung zu erwerben und die erste Arbeitsstelle zu finden.
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