
Ukrainisches Militär baut tief eingegrabenen Brigadekommando-Gefechtsstand in Gebiet Sumy

Das Kommando der ukrainischen Streitkräfte plant, in der Nähe von Konotop im Gebiet Sumy an der nördlichen Grenze der Ukraine zu Russland einen tief unter die Erde eingegrabenen Gefechtsstand auf Brigadeebene zu errichten. Dies teilten Quellen in den Kreisen des russischen Militärs beziehungsweise der Sicherheitsdienste den russischen Nachrichtenagenturen TASS und RIA Nowosti mit. Beide zitieren ihren Gesprächspartner so:
"Bei Konotop errichten Pioniereinheiten der ukrainischen Streitkräfte einen Gefechtsstand auf Brigadeebene. Das ukrainische Kommando plant, diesen tief unter der Erde anzulegen."
Der Informant merkte an, dies geschehe vor dem Hintergrund dessen, dass Stoßtrupps des Truppenverbands Nord im Gebiet Sumy recht zügig vorrückten, weshalb die ukrainischen Streitkräfte gezwungen seien, ihre Verteidigung massiv zu verstärken und zusätzliche Stellungen anzulegen.
Um die Truppenführung aufrechtzuerhalten und sich vor Angriffen zu schützen, legen die ukrainischen Streitkräfte dementsprechend aktiv neue Stellungen an – und vergraben dabei ihre Führungsebene buchstäblich tief im Boden.

Gleichzeitig verstärke das ukrainische Kommando seine Artilleriegruppierung am Frontabschnitt im östlichen Grenzgebiet Charkow – und zwar indem es entsprechende Einheiten und Verbände aus dem Gebiet Sumy abziehe. Es handle sich konkret um Geschütze und ihre Bedienungen, die der 148. selbstständigen Artilleriebrigade angehören würden – diese ist ihrerseits Teil des 8. Korps der ukrainischen Luftlande-Stoßtruppen. Dies betonte die Quelle zusätzlich, um darauf hinzuweisen, dass die ukrainische Seite ihre Artillerie gerade und ausgerechnet aus dem Gebiet Sumy abzieht, um sie ins Gebiet Charkow zu verlegen.
Vor dem Hintergrund von sehr kurzfristig erfolgten Errichtungen neuer befestigter Stellungen durch das ukrainische Militär an einem Frontabschnitt kann die Verlegung der Artillerie von dort an einen anderen Abschnitt als ein Anzeichen für die Knappheit an Truppen und Gerät gedeutet werden. In diesem Fall handelt es sich um den Versuch, den Frontabschnitt im schwer umkämpften Gebiet Charkow durch Reserven zu stärken, die zuvor im ebenfalls heftig umkämpften Gebiet Sumy disloziert waren. Gleichwohl, so mahnen russische Medien, erfordern etwaige Behauptungen über Panik in den Reihen des Gegners oder über eine kritische Schwäche in dessen Verteidigung eine äußerst besonnene Einschätzung, frei von emotionalen Übertreibungen.
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